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 Krankheiten
wolfry Offline




Beiträge: 63

10.08.2007 21:10
RE: Trichomonasinfektion antworten

Beschreibung

Trichomonaden sind Geißeltierchen (Einzeller), die sich eigenständig fortbewegen können. Sie kommen weltweit vor. In erster Linie werden sie durch Geschlechtsverkehr übertragen. In seltenen Fällen ist auch eine Infektion in Bädern möglich, beispielsweise durch das Sitzen in Pfützen (z.B. Beckenrand).

Trichomonaden sind sehr empfindlich gegen Austrocknung und brauchen daher ein stets feuchtes Milieu, um überleben zu können.

Ursachen

Die Krankheitserreger sind winzige Geißeltierchen, die sich in den Geschlechtsorganen des Menschen ansiedeln und meist durch ungeschützten Sex weitergegeben werden.

Menschen, die bereits mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Chlamydien, Syphilis oder HIV infiziert sind, infizieren sich leichter mit Trichomonaden.

Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Wochen.

Symptome

Rund 25 Prozent der infizierten Frauen verspüren keinerlei Beschwerden. Bei Männern ist dieser Anteil noch wesentlich höher. Mögliche Symptome bei Frauen sind:

* Juckreiz,

* Ausfluss,

* Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen und

* Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Die Beschwerden variieren in ihrer Ausprägung. Der Ausfluss kann grünlich-schaumig und übel riechend sein. Männer zeigen meist keine Symptome, vereinzelt kommt es jedoch zu Entzündungen der Harnröhre, was mit Ausfluss aus dem Penis einhergehen kann. Die Einzeller können auch die Prostata besiedeln und dort eine chronische Entzündung hervorrufen.

Schwangerschaft

Bei Schwangeren mit Trichomonaden-Infektion kommt es häufiger zu geburtshilflichen Komplikationen wie vorzeitigen Wehen, vorzeitigem Blasensprung und Frühgeburten. Die Keime können auf die Kinder, besonders in die Scheide der Mädchen übertragen werden.

Diagnose

Bei einer gynäkologischen Untersuchung ergeben sich durch den schaumigen, gelblich-grünlichen Ausfluss erste Hinweise auf eine Trichomoniasis.

Das Gewebe des äußeren Genitale ist bei ausgeprägten Befunden geschwollen und empfindlich. Im Abstrich aus der Scheide oder Harnröhre erkennt man birnenförmige, bewegliche Geißeltierchen. Zur Absicherung der Diagnose kann das Anlegen einer Laborkultur bzw. eine Spezialfärbung notwendig sein.

Therapie

Mit einem speziellen Antibiotikum ist die Trichomonaden-Infektion meist schnell unter Kontrolle zu bringen. Bei Frauen bestehen die Möglichkeiten der lokalen Anwendung in der Scheide, alternativ können sie auch Tabletten einnehmen. Auch der Partner sollte sich behandeln lassen, um den Ping-Pong-Effekt der gegenseitigen Infektion zu vermeiden.

Bei Schwangeren werden Pilzmittel eingesetzt, weil das Antibiotikum wegen möglicher Schädigung des Fötus nicht angewendet werden darf.

Vorbeugung

Trichomonaden werden vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome sind deshalb der effektivste Schutz vor einer Infektion.

Da es bei Männern häufig keine Beschwerden haben, bemerken sie die Infektion nicht und übertragen die Geißeltierchen unwissentlich auf ihre Partnerinnen. Vermeiden Sie auch, in Bädern in Pfützen zu sitzen.

Prognose

Die Prognose einer Trichomonadeninfektion ist gut. Die Heilungsrate liegt nach entsprechender Therapie bei 95 Prozent. Unbehandelt kann die Infektion bei Männern zu Entzündungen der Vorsteherdrüse (Prostatitis) und zu Entzündungen der Nebenhoden (Epididymitis) führen.

Allerdings wird man nach einer Infektion nicht immun gegen den Krankheitserreger, das heißt, man kann sich jederzeit wieder anstecken.

Wer alles leicht nimmt, wird viele Schwierigkeiten haben!!! :D

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